- 19.05.2026
- Zeitschrift für Immobilienrecht (ZfIR)
Grenzen der Abstraktheit? Das isolierte Schuldanerkenntnis auf dem Prüfstand des BGH
Zur Absicherung schuldrechtlicher Verbindlichkeiten, wie der Rückzahlung eines Darlehens, werden in der Praxis neben dinglichen Sicherheiten häufig auch abstrakte Schuldanerkenntnisse vereinbart. Dies gilt oft, aber nicht nur dann, wenn ein Dritter die Sicherheit gibt. Mit Blick auf die Sicherungsfunktion solcher Schuldanerkenntnisse stellt sich dabei die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Einreden und Einwendungen gegen den gesicherten Anspruch auf die Forderung aus dem Schuldanerkenntnis durchschlagen.
Hierzu besonders beachtenswert ist die Entscheidung des BGH vom 20. 1. 2026, (ZfIR 2026, 220 – in diesem Heft), in welcher der XI. Zivilsenat über die bislang höchstrichterlich nicht geklärte Rechtsfrage zu entscheiden hatte, ob eine Verjährung der gesicherten Forderung auf ein sog. isoliertes Schuldanerkenntnis durchschlägt. Im Folgenden wird ein Überblick über die Thematik gegeben sowie die Entscheidung rechtlich eingeordnet und bewertet. Darüber hinaus wird zu verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der neuen Rechtsprechung Stellung genommen.
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