• 01.09.2026
  • Zeitschrift für Kommunalfinanzen (ZKF)

Die befristete Niederschlagung als Verwaltungsritual

Die befristete Niederschlagung als Verwaltungsritual – Zur praktischen Bedeutung eines klassischen Instruments des kommunalen Forderungsmanagements im Spannungsfeld zwischen Vollstreckung, Jahresabschluss und Verwaltungsökonomie

Die befristete Niederschlagung kommunaler Forderungen gehört vielerorts weiterhin zum Standardinstrument des Forderungsmanagements. Gleichzeitig bindet sie erhebliche personelle und organisatorische Ressourcen in Vollstreckungsstellen, Kommunalkassen und Finanzbuchhaltungen, obwohl ihre praktische Steuerungsfunktion unter den Bedingungen moderner Vollstreckungssoftware zunehmend fraglich erscheint. Der Beitrag untersucht das Spannungsverhältnis zwischen befristeter Niederschlagung, Steuerung der Vollstreckungstätigkeit und bilanzieller Wertberichtigung und zeigt auf, dass zweifelhafte Forderungen effizienter über Wertberichtigungen im Jahresabschluss berichtigt werden können. Die befristete Niederschlagung wird dabei nicht rechtlich in Frage gestellt, wohl aber ihre Rolle als flächendeckendes Masseninstrument kommunaler Verwaltungspraxis.

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Zeitschrift für Kommunalfinanzen (ZKF)
Quelle: Fundstelle:
  • ZKF 2026, 169-174
Autoren:
  • Matthias Wiener